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Neuer Transferbeschluss des Innovationsausschusses: Infektions-Surveillance in Pflegeeinrichtungen
Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses hat im Rahmen seiner neuesten Transferbeschlüsse wichtige Erkenntnisse aus dem Projekt SIMPATI zur Infektions-Surveillance in Einrichtungen der außerklinischen Intensivpflege veröffentlicht. Das Projekt liefert neue Ansätze, um das Auftreten von nosokomialen Infektionen und multiresistenten Erregern (MRE) in Pflegeeinrichtungen zu erfassen und zu überwachen.
Das Versorgungsforschungsprojekt „SIMPATI – Surveillance nosokomialer Infektionen und MRE bei Patienten der außerklinischen Intensivpflege“ hat gezeigt, dass die mit den teilnehmenden Pflegediensten entwickelten Materialien grundsätzlich geeignet sind, ein funktionierendes Surveillance-System in der außerklinischen Intensivpflege zu etablieren. Die bereitgestellten Schulungsunterlagen sowie das digitale Surveillance-Tool zur Erfassung von Infektionen stehen nun für die weitere Verwendung zur Verfügung. Diese Ressourcen können Pflegeeinrichtungen dabei unterstützen, Infektionen und multiresistente Erreger besser zu überwachen und so die Qualität der Versorgung zu verbessern.
Allerdings gibt es kaum Aussagekraft zu einem zentralen Bestandteil des Systems – dem vergleichenden Feedback an die Pflegedienste über ihre jeweiligen Infektionszahlen – dieses wurde nur selten genutzt. Zudem ist unklar, ob die erhobenen Daten zur Häufigkeit und Art der nosokomialen Erreger auf andere Einrichtungen mit außerklinischer Intensivpflege übertragbar sind. Aufgrund dieser Einschränkungen sind die Ergebnisse zwar von Bedeutung, müssen jedoch vorsichtig interpretiert werden.
Trotz dieser Einschränkungen hält der Innovationsausschuss die gewonnenen Erkenntnisse für wichtig und wird sie zur Information an relevante Akteure weiterleiten. Dies betrifft unter anderem die Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe beim Robert Koch-Institut, die Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung und Intensivversorgung e. V. sowie den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe.
Zur Pressemitteilung: https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1221/
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