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Neue Stellungnahme der Bundesärztekammer: Ärztinnen und Ärzte auf Umgang mit KI in der Medizin vorbereiten
Die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin sind vielfältig. Dabei hat KI das Potenzial, die Patientenversorgung zu verbessern und die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern. Mit wachsendem Einfluss von KI in der Medizin kommen aber auch Fragen und Unsicherheiten auf, wie sich der Einsatz von KI etwa auf die Arzt-Patient-Beziehung auswirken könnte. Der Wissenschaftliche Beirat (WB) der Bundesärztekammer hat deshalb eine Stellungnahme zu „Künstliche Intelligenz in der Medizin“ erarbeitet.
„KI kann Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützen, Informationen zu bündeln, sie von repetitiven Tätigkeiten zu entlasten und so mehr Raum für den Arzt-Patienten-Kontakt zu schaffen“, betonte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der Veröffentlichung der Stellungnahme. Mit diesen Chancen gingen auch ethische Anforderungen an die ärztliche Tätigkeit einher – wie etwa die Überprüfung der Plausibilität der diagnostischen Vorschläge durch KI. „Die Vermittlung der erforderlichen digitalen Kompetenzen in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung ist deshalb von zentraler Bedeutung“, so Reinhardt.
„Erforderlich sind zudem kommunikative Kompetenzen, um den Umgang mit Unsicherheiten von Patientinnen und Patienten zu erleichtern und gegenseitiges Vertrauen in eine KI-unterstützte Medizin zu schaffen“, erläuterte Prof. Dr. Ulrike Attenberger, eine der beiden Federführenden des interdisziplinär besetzten WB-Arbeitskreises.
„Insgesamt wird deutlich, dass sich das Gesundheitswesen und insbesondere die ärztliche Tätigkeit durch den vermehrten Einsatz von KI verändern wird und dass der ärztlichen Mitgestaltung dieses Wandels wesentliche Bedeutung zukommt“, ergänzte Prof. Dr. Michael Hallek, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer.
Ziel der vom Vorstand der Bundesärztekammer beschlossenen Stellungnahme ist, den Status quo von KI in der Medizin und damit verbundene Risiken und Chancen aus medizinisch-wissenschaftlicher Perspektive darzustellen. Diese soll die 2021 erschienene Stellungnahme „Entscheidungsunterstützung ärztlicher Tätigkeit durch KI” der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO) ergänzen. Als medizinisch-wissenschaftliche Bestandsaufnahme soll die Stellungnahme zur Stärkung der ärztlichen Perspektive im Themenfeld KI in der Medizin beitragen und eine Grundlage für sachliche Diskussionen unter anderem auf dem 129. Deutschen Ärztetag 2025 in Leipzig bieten.
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