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Dortmunder Vital-Studie zum gesunden Altern geht in die dritte Runde
Mehr als 600 Teilnehmende der Dortmunder Vital-Studie werden zum dritten Mal eingeladen, an einem der bedeutendsten Langzeitprojekte zum gesunden Altern mitzuwirken. Seit dem Start 2016 verfolgt das Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung (IfADo) in Dortmund die Proband:innen über große Lebensabschnitte, um herauszufinden, welche Faktoren Körper und Geist auch im Alter leistungsfähig und gesund halten.
„Die Teilnahme an der Dortmunder Vital-Studie ist ein enorm wertvoller Beitrag zur Forschung. Ohne die engagierten Teilnehmenden wäre ein solches Langzeitprojekt nicht möglich“, sagt Prof. Dr. Edmund Wascher, wissenschaftlicher Direktor des IfADo. Viele Teilnehmende sind bereits seit fast zehn Jahren dabei und können stolz auf ihre Mitwirkung in dieser einzigartigen Studie zurückblicken. Mit ihrer Teilnahme leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, die Grundlagen für gesundes Altern in unserer Gesellschaft besser zu verstehen.
Umfassender Blick auf das menschliche Altern
Alle fünf Jahre durchlaufen die Teilnehmenden umfassende Untersuchungen: gemessen werden Herzaktivität, Blut- und Haarproben, EEG- und MRT-Aufnahmen der Gehirnaktivität, Fitnesswerte sowie Intelligenz- und Gedächtnistests, ergänzt durch psychologische Fragebögen. „Die Kombination dieser vielfältigen Methoden ermöglicht uns einen tiefgehenden Blick auf die biologischen, psychischen und sozialen Faktoren des Alterns“, erklärt Professor Wascher. „Besonders die detaillierten Aufzeichnungen der Gehirnaktivität sind weltweit außergewöhnlich.“ Über 25 Mitarbeitende aus allen Abteilungen des IfADo arbeiten engagiert zusammen, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen und die Daten sorgfältig zu erheben.
Großteil der Stichprobe ist berufstätig
Mit über 70 % berufstätigen Teilnehmenden bildet die Studie nicht nur die breite Bevölkerung ab, sondern liefert auch wertvolle Einblicke, wie Arbeitsbedingungen, soziale Faktoren und Alltagsverhalten Gesundheit und Leistungsfähigkeit beeinflussen. Langfristig könnten die Ergebnisse dazu beitragen, Arbeitsumgebungen so zu gestalten, dass Menschen länger gesund, motiviert und leistungsfähig bleiben.
Daten international von Bedeutung
Die wissenschaftlichen Daten der Dortmunder Vital-Studie haben internationale Strahlkraft. Als registrierte Kohorte werden die anonymisierten Daten auch externen Forschungsteams zugänglich gemacht, wodurch jede einzelne Messung weit über das Dortmunder Projekt hinaus Wirkung entfaltet. Die Teilnehmenden leisten so einen zentralen Beitrag zur globalen Erforschung des gesunden Alterns.
Daten liefern Ergebnisse darüber, welche Faktoren schneller altern lassen
Die Studie liefert bereits jetzt entscheidende Erkenntnisse darüber, welche Faktoren das Altern beschleunigen oder verlangsamen. So zeigen die Ergebnisse, dass Unterschiede in Stressreaktionen, Immunalter, körperlicher Fitness und kognitiver Leistungsfähigkeit oft größer sind als vom Alter allein zu erwarten. Chronischer Stress – insbesondere bei Menschen mit belasteter Kindheit – erhöht das Risiko für Depressionen, ältere Erwachsene profitieren stärker von körperlicher Aktivität als Jüngere, und anspruchsvolle Arbeit hält das Gehirn länger fit. Auch bei Krankheitsbildern wie Burnout, Infektionen mit Toxoplasma gondii und Veränderungen von Immunparametern trägt die Studie dazu bei, die entscheidenden Einflussfaktoren auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit besser zu verstehen.
Mit der dritten Runde festigt die Vital-Studie ihre Stellung als eines der wichtigsten Langzeitprojekte in der Region. Für die Teilnehmenden bedeutet das, dass sie gemeinsam mit den Forschenden ein Stück Wissenschaftsgeschichte schreiben – zumindest in Dortmund.
Aktuelle Forschungsergebnisse finden Sie hier: https://vital-study.ifado.de/home
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