Die Medizin versteht sich als evidenzbasierte Wissenschaft – und doch beruhen viele diagnostische und therapeutische Standards noch immer überwiegend auf Daten, die am männlichen Körper gewonnen wurden. Frauen wurden lange Zeit in klinischen Studien unterrepräsentiert oder ihre spezifischen gesundheitlichen Bedürfnisse wurden unzureichend berücksichtigt. Noch heute zeigen sich in vielen Bereichen deutliche Unterschiede in Diagnostik, Therapie und Versorgung.
Geschlechtersensible Medizin setzt genau hier an. Sie untersucht, wie biologische Unterschiede (Sex) und soziale Faktoren (Gender) Gesundheit, Krankheitsverläufe und Behandlungsergebnisse beeinflussen. Dabei geht es nicht nur um Frauenmedizin, sondern um eine Medizin, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern systematisch berücksichtigt – in Forschung, klinischer Praxis, Prävention und Gesundheitspolitik.
In der Praxis zeigen sich diese Unterschiede in vielen Bereichen: etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren Symptome bei Frauen häufig anders verlaufen und deshalb später erkannt werden, bei Medikamentenwirkungen und Dosierungen und vieles vieles mehr.
Für die Ausgabe 3/2026 sucht Dr. med. Mabuse Beiträge, die sich mit der Bedeutung geschlechtersensibler Perspektiven in Medizin, Pflege und Gesundheitswesen auseinandersetzen. Willkommen sind wissenschaftliche Beiträge, Essays, Praxisberichte, Interviews oder kritische Kommentare.
Beiträge können Sie ab sofort bis zum 01.06.2026 hier einreichen: www.zeitschrift-mabuse.de/artikel/
Weitere Hinweise zur Manuskriptgestaltung finden Sie unter: https://zeitschrift-mabuse.de/content/journal/artikel-einreichen/manuskriptgestaltung
