Warum werden Frauen mit ihren Beschwerden im Gesundheitssystem systematisch nicht ernst genommen? Und was braucht es, damit sich das ändert? Mit diesen Fragen lädt der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V. (AKF) am 7. und 8. November 2026 zur Fachtagung „Frauengesundheit zwischen Pathologisierung und Medical Gaslighting – Wissen. Macht. Kommunikation“ nach Bielefeld ein.
Medical Gaslighting – die systematische Entwertung des Erlebens und Erfahrungswissens von Patient*innen – ist kein Randphänomen. Es verweist auf tief verankerte Machtstrukturen in Versorgung, Forschung und Gesundheitspolitik. Die Fachtagung bringt Wissenschaftlerinnen, Versorgungspraktikerinnen und zivilgesellschaftlich Engagierte zusammen, um das Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem epistemische Ungerechtigkeit, der Gender Data Gap, körperliche Selbstbestimmung und partizipative Forschung. Auch die Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz in der Frauengesundheit werden diskutiert.
Ziel der Fachtagung ist es, den aktuellen Forschungsstand zu bündeln, den interprofessionellen Austausch zu stärken und konkrete Impulse für eine geschlechtergerechtere Gesundheitsversorgung in Deutschland zu setzen. Die Ergebnisse werden digital dokumentiert und der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.
Am Abend besteht die Gelegenheit zum Kennenlernen, Netzwerken und entspannten Austausch. Im Haus der Kirche, in unmittelbarer Fußnähe zum Tagungshotel, ist für Essen und Trinken gesorgt. Eine amerikanische Auktion von AKF-Devotionalien und ein Mitsingevent ergänzen das Abendprogramm.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:
Für die Übernachtung steht ein reserviertes Zimmerkontingent zur Verfügung. Zimmer können bis zum 7. Oktober 2026 unter dem Stichwort „AKF“ per E-Mail abgerufen werden: reservations.bielefeld@legere-hotelgroup.com
Gendersensible Medizin
Geschlecht beeinflusst Gesundheit, Krankheitsverläufe und die medizinische Versorgung. Heft 3-2026 zeigt, warum gendersensible Medizin wichtig ist und wie Forschung, Diagnostik und Behandlung gerechter und passgenauer gestaltet werden können.