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Dr. med. Mabuse · Fachartikel

Das Geschäft mit dem Blut der Armen

Zusammenfassung

Als im Januar dieses Jahres der nicaraguanische Oppositionspolitiker und Journalist Chamorro ermordet wurde, hörte ich zum ersten Mal von der Existenz internationaler Blutbanken, die durch den Verkauf von Blutplasma aus unterentwickelten Ländern ihre Geschäfte machen. Nach der Aussage eines, wegen des Mordes an Chamorro Verhafteten, soll der Besitzer der Blutbank "Plasma - feresis" in Managua, Ramos, für 30000 Mark Killer angeheuert haben, die Chamorro ermorden sollten: Chamorro hatte in einem seiner letzten Zeitungsartikel scharf kritisiert, dass diese Blutbank mit dem Blut armer Menschen Profit macht (1). Offenbar hatte dieser Bluthändler sehr das Licht zu fürchten, das der Bericht des Journalisten auf seine Geschäftspraktiken warf.

Zitierempfehlung:
N.N.: Das Geschäft mit dem Blut der Armen. Dr. med. Mabuse (1978), Heft 10, S. 41 bis 43.