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Weltstillwoche 2026: DHV setzt sich für stillfreundliche Rahmenbedingungen ein

Deutscher Hebammenverband stellt gesundheitliche Vorteile und selbstbestimmte Entscheidungen in den Mittelpunkt
29. September 2026

Foto: stock.adobe.com – Prostock-studio

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Vom 28. September bis 4. Oktober 2026 findet die Weltstillwoche statt. Unter dem Motto „Stillen. Deine Superkraft.“ macht sie auf die gesundheitlichen Vorteile des Stillens und die besondere Bedeutung eines unterstützenden Umfelds aufmerksam. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) betont, dass Stillen eine individuelle Entscheidung ist und Familien verlässliche Begleitung benötigen.

„Stillen ist eine echte Superkraft, die mit vielen gesundheitlichen Vorteilen für Mutter und Kind einhergeht, die Bindung stärkt und die Entwicklung des Kindes fördert. Gleichzeitig ist es eine individuelle Entscheidung, die unbedingt geschützt gehört“, sagt DHV-Präsidentin Annika Wanierke.

Stillen könne schön, stärkend und verbindend sein, aber ebenso Fragen, Unsicherheiten und Herausforderungen mit sich bringen. Hebammen könnten Frauen auf diesem Weg fachlich begleiten, ohne Stillen zur Pflicht zu machen. Sie vermittelten Wissen, Sicherheit und praktische Unterstützung, damit jede Stillbeziehung ihren eigenen Anfang finden könne.

„Dazu braucht jede werdende Mutter einen verlässlichen Zugang zu Hebammenhilfe, unabhängig von Wohnort und Ressourcen“, so Wanierke.

Stillförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Kathrin Herold, kommissarische Bundesbeauftragte des DHV für Stillen und Ernährung, weist darauf hin, dass die sogenannte Superkraft nicht darin liege, alle Herausforderungen allein bewältigen zu müssen.

„Sie entfaltet sich dort, wo Mütter und Familien die Unterstützung bekommen, die sie brauchen: mit verlässlichem Wissen, guter Beratung, Zeit, Wertschätzung und einem stillfreundlichen Umfeld“, erklärt Herold.

Dazu gehörten verbindliche stillfreundliche Standards in Kliniken und eine stärkere Stillförderung. Auch die Politik müsse Verantwortung übernehmen. Die Nationale Strategie zur Stillförderung müsse dauerhaft finanziert und vor Ort wirksam umgesetzt werden. Arbeitgeber:innen seien gefordert, Bedingungen zu schaffen, die das Stillen unterstützen.

„Denn Stillförderung ist Gesundheitsförderung und Familienförderung und damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betont Herold.

Weltweite Kampagne für eine stillfreundliche Gesellschaft

Die Weltstillwoche ist die größte gemeinsame Kampagne von Organisationen, die sich für das Stillen einsetzen. Zu den beteiligten Organisationen gehören unter anderem UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Kampagne informiert über die Bedeutung des Stillens, macht den Unterstützungsbedarf von Familien sichtbar und wirbt für stillfreundliche gesellschaftliche Bedingungen.

Seit 1991 findet die Weltstillwoche jährlich in mehr als 120 Ländern statt. In Deutschland wird sie in der 40. Kalenderwoche ausgerichtet. Diese steht symbolisch für den Zeitpunkt des Schwangerschaftsendes und den Beginn der Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind.

Hierzulande wird die Kampagne von der Initiative Babyfreundlich und der Nationalen Stillförderung vorbereitet und organisiert. Der Deutsche Hebammenverband beteiligt sich an der Weltstillwoche 2026 und setzt sich dafür ein, dass Eltern gute Bedingungen für einen selbstbestimmten Start ins Familienleben erhalten.

Weitere Informationen bietet die Aktionsseite des Deutschen Hebammenverbands. Informationen zur Kampagne der Initiative Babyfreundlich finden sich auf deren Aktionsseite zur Weltstillwoche 2026.


Zur Pressemitteilung: https://hebammenverband.de/weltstillwoche-2026

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