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Deutscher Preis für Patientensicherheit 2026: Projekte für mehr Sicherheit im Gesundheitswesen ausgezeichnet

23. September 2026

Foto: Feierliche Verleihung des 1. Platzes an Dr. Helena Klara Jambor, Quelle: LinkedIn Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.

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Fehler vermeiden, Risiken erkennen und aus Erfahrungen lernen: Der Deutsche Preis für Patientensicherheit macht Projekte sichtbar, die mit konkreten Lösungen zu einer sichereren Gesundheitsversorgung beitragen. Die Auszeichnung wird vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) jährlich vergeben. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Veranstaltung zum Welttag der Patientensicherheit 2026 statt.

Die ausgezeichneten Projekte zeigen unterschiedliche Wege, wie Patientensicherheit im Versorgungsalltag verbessert werden kann. Sie reichen von visuellen Behandlungshilfen für krebskranke Menschen über ein bundesweites Meldesystem für Patient:innen und Angehörige bis zu einem Stufenkonzept, das Kindern mit ausgeprägten Phobien medizinische Maßnahmen erleichtert.

Visuelle Pläne geben Orientierung in der Onkologie

Den ersten Preis erhielt Dr. Helena Jambor vom Universitätsklinikum Dresden für das Projekt „Visuelle Hilfen verbessern Verständnis, Sicherheitsempfinden und Teilhabe in der onkologischen Versorgung“.

Im Mittelpunkt stehen Behandlungszeitpläne mit Piktogrammen. Sie sollen krebskranken Patient:innen helfen, komplexe Therapieverläufe besser zu verstehen und sich im Behandlungsprozess zu orientieren. Im Rahmen des Projekts stieg das Sicherheitsempfinden der Patient:innen von 55 auf 93 Prozent.

Versicherten-CIRS bezieht Patient:innen und Angehörige ein

Der zweite Preis ging an Dr. med. Marcus Rall, Dr. Clara Monaca und Dr. Saskia Huckels-Baum für das Team von mehr-patientensicherheit.de. Ausgezeichnet wurde das Projekt „mehr-patientensicherheit.de (MePa) – Das Versicherten-CIRS in Deutschland für Patient und Angehörige des vdek e. V. und der Ersatzkassen“.

Das Meldesystem ist das erste sektorenübergreifende Versicherten-CIRS in Deutschland. Seit dem Start im Jahr 2024 gingen mehr als 1.800 Fallberichte von Patient:innen und Angehörigen ein. Die Meldungen werden ausgewertet und fließen in konkrete Handlungsempfehlungen ein.

An der Auszeichnung beteiligt sind der Verband der Ersatzkassen (vdek), die Ersatzkassen und die Deutsche Gesellschaft für Patientensicherheit (DGPS).

Bonner Stufenkonzept erleichtert medizinische Maßnahmen

Den dritten Preis erhielt Prof. Dr. med. Ehrenfried Schindler vom Universitätsklinikum Bonn für das „Bonner Stufenkonzept“. Das Konzept richtet sich an Kinder und Jugendliche mit ausgeprägter Spritzen-, Blut- oder Verletzungsphobie.

Durch ein abgestuftes Vorgehen soll ihnen ein angstfreier Zugang zu Impfungen, Blutentnahmen und diagnostischen Untersuchungen ermöglicht werden. Seit 2021 konnten damit 50 von 52 betroffenen jungen Patient:innen unterstützt werden.

Auswahl durch unabhängige Jury

Der Deutsche Preis für Patientensicherheit zeichnet Akteur:innen im Gesundheitswesen aus, die mit besonderen Ideen und Projekten zur Verbesserung der Versorgung beitragen. Die Preisträger:innen wurden von einer unabhängigen Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Albrecht Stier, stellvertretender Vorsitzender des APS, ausgewählt.

Der Jury gehörten außerdem Vertreter:innen der Apothekerschaft, der Pflege und der Krankenkassen sowie Fachleute für Risikomanagement und Patientensicherheit aus Industrie und Gesundheitswesen an. Schirmherrin des Preises ist auch in diesem Jahr Dr. Andrea Grebe.

Unterstützt wird der Deutsche Preis für Patientensicherheit von Ecclesia Versicherungsdienst, Inworks GmbH, MSD Sharp & Dohme GmbH und der Thieme Gruppe.



Zur Pressemitteilung: https://www.aps-ev.de/2026/09/17/deutscher-preis-fuer-patientensicherheit-2026-ausgezeichnete-projekte-fuer-mehr-sicherheit-im-gesundheitswesen/

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