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„Climate Time Machine“ macht gesundheitliche Folgen des Klimawandels erfahrbar

Studierende aus Deutschland und Südafrika erkunden mögliche Zukunftsszenarien und Handlungsspielräume
8. September 2026

Foto: Die Teilnehmer*innen der Klimazeitreise erfahren Details über ihre künftige Gesundheit.

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Wie beeinflussen heutige Entscheidungen die Lebensbedingungen und die Gesundheit künftiger Generationen? Dieser Frage gehen Studierende der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften und südafrikanischer Partnerhochschulen in einem internationalen Workshop nach. Mit der interaktiven „Climate Time Machine“ erkunden sie mögliche Klimazukünfte und vergleichen die Auswirkungen für Deutschland und Südafrika.

Die Simulation wurde von der SCIARA GmbH in Kooperation mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) entwickelt. Die Teilnehmenden treffen Entscheidungen auf unterschiedlichen Ebenen – vom individuellen Verhalten bis zu gemeinsamen Klimaschutzmaßnahmen. Anschließend erleben sie, wie sich diese Entscheidungen auf mögliche Zukunftsszenarien auswirken.

Im direkten Vergleich werden die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der beiden Länder sichtbar. Steigende Temperaturen und ihre gesundheitlichen Folgen stellen Deutschland und Südafrika vor jeweils spezifische Herausforderungen. Zugleich zeigt der Workshop, dass beide Länder unter erheblichem Handlungsdruck stehen und voneinander lernen können.

„Klimawandel wird oft als abstraktes, globales Thema verhandelt. Aber tief ins Bewusstsein gelangt er dann, wenn er uns persönlich betrifft“, sagt Ulrike Mauser von SCIARA, die den Workshop leitet. „Klimaschutz und Klimafolgen bedeuten für jede und jeden etwas anderes. Der Austausch zwischen Studierenden aus aller Welt mit ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten macht sichtbar, dass wir eine Menge voneinander lernen können.“

Klimawandel als Herausforderung für die globale Gesundheit

Die Verbindung von Klimawandel und Gesundheit zählt zu den bedeutendsten Herausforderungen für die globale und öffentliche Gesundheit. Neben Risiken und Belastungen ergeben sich nach Einschätzung der Beteiligten auch Möglichkeiten, Prävention, Anpassung und Klimaschutz stärker miteinander zu verbinden.

„Mit dem Fokus auf der Veränderung von Gesundheitsthemen durch den Klimawandel in Forschung und Lehre können wir einen großen Beitrag in Prävention, Adaption und Mitigation der Klimawandelfolgen leisten“, erklärt Prof. Dr. med. Dr. PH Timo Ulrichs. Er ist Vizepräsident der Akkon Hochschule, Direktor des Instituts for Research in International Assistance (IRIA) und Leiter des Studiengangs Internationale Not- und Katastrophenhilfe.

Der Workshop soll den Studierenden vermitteln, dass Klimafolgen nicht unabhängig von politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen betrachtet werden können. Die Simulation macht Zusammenhänge zwischen individuellem Handeln, kollektiven Maßnahmen und gesundheitlichen Entwicklungen sichtbar.

Deutsch-südafrikanische Zusammenarbeit

Die Klimazeitreise ist Teil der deutsch-südafrikanischen Kooperation zu Klimawandel und Gesundheit. Das Projekt wird vom IRIA im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums umgesetzt und bringt Hochschulen zu Fragen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung zusammen.

IRIA arbeitet dabei mit der Universität Stellenbosch, der University of KwaZulu-Natal und dem African Institute in Indigenous Knowledge System (AIIKS) zusammen. Neben Studierenden der Akkon Hochschule nehmen deshalb auch Studierende der südafrikanischen Partnerhochschulen an dem Workshop teil.

Der internationale Austausch verbindet unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven auf Klimawandel und Gesundheit. Die „Climate Time Machine“ dient dabei als gemeinsames Lerninstrument, um mögliche Entwicklungen zu diskutieren und die Bedeutung heutiger Entscheidungen für die Gesundheit in der Zukunft zu reflektieren.


Zur Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news876694

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