In der gemeinsamen Landespressekonferenz vom 15. September 2026 haben die AWO, LAMSA e.V., der Regionalbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, die Diakonie Mitteldeutschland und ver.di Bezirk Sachsen-Anhalt Nord das Ergebnis der Landtagswahl sowie mögliche Folgen für Demokratie, Grundrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt eingeordnet.
Dabei wurden unterschiedliche Perspektiven aus Kirche, Wohlfahrt, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft zusammengeführt. Im Mittelpunkt standen die Sicherung des Sozialstaats, die Stärkung der Zivilgesellschaft und der Schutz der Demokratie.
Die AWO fordert, Diskriminierung nicht zuzulassen und Menschen zur Seite zu stehen, wenn ihre Grundrechte beeinträchtigt werden. Soziale Infrastruktur müsse für alle Menschen gleichwertig gesichert werden. Menschen mit Migrationsgeschichte seien längst Teil der Gesellschaft. Zugleich sei die Versorgung insbesondere mit Blick auf den steigenden Pflegebedarf ohne internationale Fachkräfte gefährdet.
In den Einrichtungen und Angeboten der AWO engagieren sich knapp 4.000 Menschen ehrenamtlich. Die Diffamierung der Zivilgesellschaft müsse beendet werden. Demokratiearbeit vor Ort müsse politisch gewollt und gegen rechtsextremistische Einflussnahme abgesichert werden. Dafür brauche es unter anderem einen Schutzschirm für Demokratiearbeit, beispielsweise durch ein Demokratiefördergesetz.
Die gemeinsamen Forderungen an den Bund umfassen:
ein klares Bekenntnis zum Sozialstaat,
Reformen, die Leistungen verbessern und soziale Teilhabe sichern,
eine stärkere Beteiligung hoher Vermögen an der Finanzierung des Gemeinwohls,
schnelles rechtsstaatliches Handeln bei Grundrechtsverletzungen,
die Prüfung eines Verbotsverfahrens,
direkte Fördermöglichkeiten für Demokratieprojekte, Wohlfahrtsverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen,
Schutzprogramme für kommunale Mandatsträger*innen, Ehrenamtliche, Engagierte und soziale Einrichtungen, die politischer Einschüchterung oder Bedrohung ausgesetzt sind.
Die vollständige Einordnung des Wahlergebnisses sowie die sozialpolitischen Forderungen können in der Landespressekonferenz vom 15. September 2026 in Magdeburg hier nachgehört werden.
Zur Pressemitteilung: https://www.awo-sachsenanhalt.de/informationen/aktuelles/details/statement-der-awo