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Dr. med. Mabuse · Fachartikel

Eine "Fabrik ist kein Salon"

Zusammenfassung

ARBEITSMEDIZIN IN DEN FORD-AUTOMOBILWERKEN Trotz vieler Diskussionen hatte ich noch immer keine richtige Vorstellung, ob für mich die Berufsaussicht Arbeitsmedizin, also z.B. Werksarzt, in Frage kommt. Einerseits gefiel mir der Gedanke, als Arbeitsmediziner - im Gegensatz zur vorwiegend kurativen Medizin in Krankenhaus und Praxis - vielleicht die Möglichkeit zu haben, Krankheiten zu verhindern oder zumindest frühzeitig zu erkennen, also Präventivmedizin am Arbeitsplatz betreiben zu können. Andererseits dachte ich mir aber auch, daß man das kaum verwirklichen kann, solange man als Werksarzt in den meisten Fällen direkt abhängig vom jeweiligen Unternehmen ist. Außerdem reizte es mich, mich einmal als Amateur-Wallraff in das sozialpartnerschaftliche Herz eines Großbetriebes einzuschleichen. (Im Kölner Ford-Werk sind werksärztlicher Dienst, Personalbüro, Werkschutz, Betriebsrat und Feuerwehr in einem Gebäude komplex untergebracht.).

Zitierempfehlung:
N.N.: Eine "Fabrik ist kein Salon". Dr. med. Mabuse (1978), Heft 10, S. 10 bis 13.