Folter in Argentinien
Zusammenfassung
WIEDERAUSBRECHEN UND "VERFEINERUNG" DER FOLTER Die Folterpraktiken weltweit anprangern - in allen Einzelheiten - genau das ist die wesentliche Zielsetzung der Medizinerkommissionen von amnesty international, die am 10. und 11. März in Athen zusammengekommen sind. Zwar weiß die Weltöffentlichkeit, wie eine gewisse Anzahl von totalitären Regimen in groben Zügen funktioniert, doch weiß sie nicht, oder will nicht wissen, daß die Folter einen wesentlichen Bestandteil im Funktionsablauf darstellt. Die Mediziner, die bei amnesty international engagiert sind, interessieren sich seit einigen Jahren besonders für diesen unerträglichen Aspekt totalitärer Systeme: Sie haben sich also in Gruppen organisiert, die beauftragt sind, Gefolterte zu untersuchen, eine Krankenhauseinweisung zu veranlassen, wenn der Gesundheitszustand es erfordert; - "fliegende" Medizinermannschaften in Länder zu schicken, wo Folterpraktiken gemeldet werden.
N.N.: Folter in Argentinien. Dr. med. Mabuse (1978), Heft 9, S. 40 bis 42.