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Dr. med. Mabuse · Fachartikel

Gynäkologie- Famulatur: Subjektive Chronik einer tatsächlich „gefundenen Woche“

Zusammenfassung

Montag: Ich trete nach Befehl um Viertel vor acht an. Der Chef persönlich zeigt uns unseren Spind, die Uniform wird angeworfen, jetzt gehöre ich dazu, den Patienten gegenüber, und kann wieder fester auftreten. Meine Freundin soll in den OP, ich die Visite auf der geburtsunbeholfenen Station mitmachen. Als der Chef um die Ecke ist, buchse ich gleich in den Kreißsaal aus, bin ganz wild aufs Babies-sehen. Ein Baby liegt schon rosig in winzigem Plexiglasbettchen mit winzigem Federbett. Die Mutter hat noch die Beine hoch und ist frisch genäht. Der Vater steht mit Kittel und glänzenden Augen daneben. Mädchen. Alle freuen sich. Ab und zu bekommt der Papa die Hand "herzlichen Glückwunsch". Inmitten wirbelt wichtig die Hebamme, "fach Herr Dr. Hinz, ich heiße soundso und soll mich an Sie dranhängen, hat der Chef gesagt? Grinst. "Gehnsemal mit dem Dr. Kunz, der macht jetzt mehr, ich hab Nachtdienst gehabt." Kunz geht mit mir die Krankenblätter durch und dann zum Ultraschall.

Zitierempfehlung:
N.N.: Gynäkologie- Famulatur: Subjektive Chronik einer tatsächlich „gefundenen Woche“. Dr. med. Mabuse (1978), Heft 7, S. 160 bis 162.