Coolout verstehen und in Widersprüchen denken lernen
Kersting, K.
Dr. med. Mabuse · 2022 · Heft 2 · S. 41 bis 44 · DOI 10.3936/docid231926
Abstract
Die ökonomischen Zwänge im Pflegealltag, der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die daraus resultierenden Bedrängnisse und Belastungen der Pflegenden werden zunehmend in fachlichen Diskussionen und in der Öffentlichkeit thematisiert. Dies geschieht mittlerweile auch unter Bezugnahme auf die Cool-out-Theorie. Dabei werden jedoch zum Teil Missverständnisse transportiert, die grundlegenden Veränderungen im Pflegebereich wenig dienlich sind, weil das Problem und vermeintliche Lösungen personalisiert werden. Unsere Autorin stellt zentrale Aspekte der Cool-out-Theorie und ihre Bedeutung für Bildungsprozesse in der Pflege vor.
Zusammenfassung
Die Coolout-Theorie befasst sich mit den Herausforderungen und Widersprüchen im Pflegealltag, insbesondere in Bezug auf die ökonomischen Zwänge und den Anspruch an eine patientenorientierte Pflege. Pflegende lernen, sich gegenüber diesen Widersprüchen abzuhärten, um handlungsfähig zu bleiben. Es wird betont, dass strukturelle Bedingungen die Mängel Es ist wichtig, dass Praxisanleiter und Pflegepädagogen die Fähigkeit zur Reflexion und zum Umgang mit Widersprüchen erlernen, um konstruktiv die Praxis zu verbessern, ohne die Unauflösbarkeit aus den Augen zu verlieren. Die Motivation für grundlegende Veränderungen sollte dabei erhalten bleiben. Prof. Dr. Karin Kersting ist eine Krankenschwester, Lehrerin für
Schlagwörter
PFLEGE; AUSBILDUNG; PROBLEM; GESUNDHEIT; PFLEGEBEREICH; WEITERBILDUNG; BEWUSSTSEIN; BILDUNG; LERNEN;
